Persimmon Takes On Humanity von Christopher Locke

04.05.2015

Ich habe noch nie eine Rezension geschrieben, aber dieses Buch hat es wahrlich verdient. Auch wenn die Hauptakteurin, Persimmon, eine Waschbärin ist, und all ihre Freunde Tiere sind, so ist die Geschichte kaum an Realität zu überbieten. Leider, muss man sagen.

Aber trotzdem, selbst wenn man in die tiefsten menschlichen Abgründe blickt, tut sich immer wieder eine Tür auf und lässt hoffen. Persimmon verliert in keinem Moment – fast möchte man sagen „ihre Menschlichkeit“ – aber angesichts uns Menschen verändert dieses Wort in dem Spiegel, den uns das Buch vorhält, seine Bedeutung.

Die Geschichte ist zeitweise so unerträglich grausam, dass man das Buch beiseite legen möchte. Leider lässt das Wissen, dass diese Grausamkeiten täglich, ja stündlich Realität sind, oft verzweifeln. Trotz der Aussichtslosigkeit des Kampfes, trotz dem Scheitern das abzusehen ist, machen Persimmon und ihre Freude weiter. Vor dem Hintergrund der unerträglichen Leiden und der Ungerechtigkeiten, erscheint jedes Aufbegehren und ist es noch so klein – oder auch groß – besser als das Verharren im Nichtstun und das Verstecken hinterm Alltag.

 Dieses großartige Buch muss dringend ins Deutsche übersetzt werden!

 

Locke

 

 

 

 

 

 

 

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