Phagenlinks

Weiterführende Links über Phagen in den Medien

Für Links auf andere Webseiten und deren Inhalt übernehme ich keine Haftung.Phage

Zuletzt aktualisiert am 12.12.2017

 


Auch wenn man keine Englisch versteht, gibt es hier sehr schöne Bilder


Am 27.11.2017 erschienen die ersten deutschsprachige Artikel über das Phageom auf dem Deutschlandfunk Nova und scinexx:

 

Zum Phageom gibt es auch hier auf dieser Seite einen Artikel

http://hmjaag.de/phageom-und-mikrobiom/

 


In den USA sollte eine junge Frau mit Mukoviszidose, die an einer Infektion mit Burkholderia cepacia lebensgefährlich erkrankt war, mit einer Phagentherapie geheilt werden. Burkholderia cepacia ist resistent gegen viele Antibiotika inklusive Aminoglykoside, Polymyxin B und Iodophore.

 

Leider ging die Vernetzung und Suche nach passenden Phagen für die junge Frau zu lange. Aber während der Suche entstand ein weltweites Netzwerk mit Wissenschaftlern .

http://phage.directory


Forschungsverbund startet mit dem Ziel, Bakteriophagen als zugelassenes Arzneimittel zu etablieren.

Das Forschungsprojekts »Phage4Cure« besteht  aus

dem Leibniz-Institut DSMZ

dem Fraunhofer ITEM

der Charité–Universitätsmedizin Berlin mit Prof. Dr. Martin Witzenrath

Ziel ist die Charakterisierung, klinische Studien und letztendlich die Zulassung von Phagen gegen Pseudomonas aeruginosa.


Ein sehr gutes „open access paper“ über das Phageom vom 24.09.2017 – allerdings auf Englisch. Das Phageom wird hier als Virom bezeichnet und hat auch sonst leichte sprachliche Mängel.

 

 

 


Pressemitteilung für das 1. Deutsche Bakteriophagen-Symposium an der Uni Hohenheim bis 11. Oktober 2017:

Antibiotika-Alternative: Forscher fordern klare Regeln für Einsatz von Bakteriophagen von Florian Klebs

Die Phagenseite der Universität Hohenheim befindet sich hier:

https://health.uni-hohenheim.de/phagen


Am 18. September erschien von Sonja Schmitzer auf DocChek ein Bericht über Phagentherapie in Tiflis und die Probleme der Anwendung in Deutschland:

 


Hübsche Aufnahmen von Phagen gibts auf der Seite vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie im Forschungsverbund Berlin e.V. (FMP):

 


Am 29.06.2017 kam in der Jüdischen Allgemeinen ein hervorragender Artikel von Ralf Balke:

Er zeigt die neuesten Forschungen vom Weizmann Institut auf und ist der erste deutschsprachige Artikel der die Wichtigkeit des Mirkobioms und damit auch des Phageom erkennt.


Am 21.06.2017 kam auf nature ein Bericht von Sara Reardon über die „neuen“ Phagen für die Bekämpfung von antibiotikaresistenten Bakterien.

Es sind jetzt einige Firmen dabei Phagen genetisch zu modifizieren, damit man sie patentieren kann.  Mit den patentierten Phagen und den dazugehörigen Bakterien werden momentan tausende an Mäusen todgequält, um dann festzustellen, dass die „neuen“ Phagen, ebenso wie die seit über 100 Jahren verwendeten Phagen, sicher sind. Mit dem Patent und einem solchen Zulassungsverfahren, das das Leid von Tieren fordert, läßt sich bestimmt viel Geld verdienen. Aber wohl auch Menschenleben retten.


In der Zeitschrift Critical Care berichten Wissenschaftler vom Queen Astrid Military Hospital am 4. Juni 2017 über einen Fall bei dem ein Patient mit einer lebensbedrohlichen Pseudomonas aeruginosa Infektion gerettert werden konnte. Mit unter den Autoren ist Dr. Thomas Rose, der weiter unten schon öfters erwähnt wurde.

Der Mann hatte ein schweres Nierenleiden und lag bereits im Koma. Die Phagen durften nach Artikel 37 (Unbewiesene Interventionen in der klinischen Praxis) und der Erklärung von Helsinki, verabreicht werden. So bekam der Mann für 10 Tage intravenöse Infusionen einer Phagenlösung gegen Pseudomonas aeruginosa. Es traten sofort Verbesserungen ein und der Mann erholte sich so weit. Allerdings verstarb er 4 Monate nach der Phagenbehandlung an einer Sepsis, verursacht dieses Mal durch Klebsiella pneumoniae.


Im Bundesstaat Washington konnte ein kleiner Junge, der an MRSA litt, mit Phagen aus Tiflis geheilt werden. Wie die Familie an die Phagen kam wird nicht erwähnt. Auf jeden Fall bekamen sie Unterstützung von Dr. Elizabeth Kutter vom Evergreen State College in Olympia.

http://komonews.com/news/healthworks/young-edmonds-boy-mrsa-free-after-unusual-treatment


In der Braunschweiger Zeitung gab es am 05.06.2017 eine Serie über Bakteriophagen.

Phagen machen Hoffnung im Kampf gegen Infektionen von Johannes Kaufmann.

Viren sollen gefährliche Krankenhauskeime bekämpfen von Johannes Kaufmann.

Multimedia Reportage: Phagen, die Bakterienfresser von Johannes Kaufmann.

Die sehr interessante Multimedia Reportage wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Darin ist vor allem die Seite 4 empfehlenswert, auf der Seite wird ausführlich über das Eliava Institut in Tiflis berichtet wird.


Zeitlich passend zum unten erwähnten Werbefilm von der Firma Micreos hat Professor Stephen T. Abedon einen Kommentar in Frontiers in Microbiology verfasst. Im Kommentar geht es unter anderem um die Kommunikation von Phagen und auch um die weiter unten erwähnte Veröffentlichung von Erez et al. und dem Arbitrium-System. (Einen sehr guten deutschen Artikel zum Arbitium-System  gab es am 20.01.2017 von Jürgen Langenbach in „Die Presse“: Auch Viren kommunizieren)

Professor Stephen T. Abedon diskutiert in dem Kommentar über die verschiedenen Zyklen von Phagen und die möglichen, unerforschten Mechanismen. So gibt es die „lysis inhibition“, also die Verzögerung der Lysis, die nach „Absprache“ der Phagen zu einer „Superinfektion“ führen kann. Die „lysis inhibition“ verlängert ähnlich wie die lysogene (temperente) Infektion die Dauer der Infektion. Welcher Zyklus (lysogen, lytisch oder lytisch inhibiert) bei den Phagen vorherrscht, entscheiden unerforschte chemische Signale und nicht wie unten in dem Film von Odysso vorgeschlagenen Modell der „Varianten“. Es ist also deutlich komplizierter.


 

 

Am 30. Mai 2017 kam im ARD auf Odysso ein Werbefilm der niederländische Firma Micreos. Im Film werden lysogene Phagen für eine „Variante“ gehalten und angeblich würden temperente Phagen, die nach Auffassung der Autoren eine „Phagenvariation“ sind, in der Lebensmittelindustrie nicht eingesetzt.

 

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Am 20. Mai erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein ausführlicher Bericht über das Eliava Institut in Tiflis von Sebastian Pranz.

Der sehr interessante Artikel ist auf jeden Fall lesenswert und es gibt auch ein äußerst interessantes Interview mit der Leiterin Inga Georgadze und jede Menge Hintergrundinformationen.

Institutsleiterin Inga Georgadze


Eine französische Bloggerin mit dem Namen Valou, die unter einem Lungenemphysem leidet, hat sich in Georgien behandeln lassen. Sie hat unter anderem eine Infektion mit Antibiotika resistenten Pseudomonas aeruginosa.

In ihrem Blog berichtet sie ausführlich über ihre Reise nach Tiflis, ihre Krankheit und auch ihre Hoffnung und Fortschritte. http://valouengeorgie.blogspot.de


Am 25.April 2017 vermeldete die Universität von San Diego die Heilung eines Patienten mit multiresistenten Bakterien. Der Patient wurde mit einem intravenösen Phagencocktail geheilt. Dies war möglich mit einer Notfallgenehmigung der FDA (Food and Drug Administration). Die Phagen stammten vom NMRC in Frederick, dem Zentrum für Phage-Technologie an der Texas A & M Universität und AmpliPhi.


Am 06.04.2017 kam auf Bayern 2 ein sehr interessanter Radiobeitrag auf radioWissen:

Im 1. Teil: Viren gegen Krebs – Hoffnungen der Forscher

und 2. Teil: Bakteriophagen – Ein altes Heilmittel wird wiederentdeckt

Danke Renate!


Im März erschien in der Zeitschrift Science wie Entzündungsreaktionen den horizontalen Gentransfer von Phagen auf Salmonellen verstärken: Inflammation boosts bacteriophage transfer between Salmonella spp.. Peter Rüegg von der Hochschulkommunikation der
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) hat den Fachartikel am 29.03.2017 für den idw (Informationsdienst Wissenschaft) ins Deutsche übersetzt:

Entzündung weckt Schläfer


Am 24. Januar 2017 kam in PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) ein Artikel über eine Veröffentlichung in Cell vom 12. Januar 2017.

 

 

 

 

 

In den Veröffentlichungen geht es darum, wie Phagen DNA verschiedener Bakterienstämme übertragen können, also den horizontalen Gentransfer. Phagen können in Anwesenheit ihrer Wirtsbakterien auch resistente Bakterien befallen oder zerstören. Den Forschern ist der Beweis gelungen, dass Phagen und Bakterien gelernt haben in großem Ausmass Gene auszutauschen, sozusagen die Evolution zu beschleunigen. Dies untermauert wieder die Theorie der „Superspreader“ (siehe weiter unten). Die Aussage, dass dies bei einer Phagentherapie berücksichtigt werden muss, ist sicher relevant. Noch relevanter ist dies aber bei einem Einsatz von Phagen in der Fleischindustrie.

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Am 25.01.2017 kam in „apotheke adhoc“ ein Artikel von Nadine Tröbitscher über die Anwendung von Phagen auf Lebensmitteln. Der niederländische Hersteller Micreos rechnet mit einer Zulassung seiner Präparate für den deutschen Markt noch in diesem Jahr.

Nach den USA und der Schweiz werden nun auch bald in Deutschland Phagen in der Agrarindustrie eingesetzt werden. Was ich schon 2013 befürchtet habe, tritt nun ein. Ein mächtiges Mittel, das zur Therapie beim Menschen hätte eingesetzt werden können, verkommt zum Vehikel der Industrie. Wer wissen will, was passieren wird, soll meinen Kommentar zu den Superspreaders zwei Abschnitte weiter unten lesen.

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Am 18. Januar 2017 kam in der Fachzeitschrift Nature ein Artikel über die Kommunikation von Phagen.

Eine israealische Forschergruppe vom Weizmann Institut konnte zeigen, dass spezielle Phagen die  Bacillus befallen, mit einem kleinen Peptid über 6 Aminosäuren, zwischen dem lysogenen und lytischen Zyklus umschalten können. Die Forschergruppe benannte die Art der Kommunikation mit Arbitrium-System.

Einen sehr guten deutschen Artikel dazu gab es am 20.01.2017 von Jürgen Langenbach in „Die Presse“: Auch Viren kommunizieren

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Die „American Society for Microbiology“ hat einen kurzen Bericht von Joanna Urban über die Gefahren der Phagentherapie heraus gebracht.

Der Bericht bezieht sich auf sogenannte „Superspreaders„. Das sind Phagen die sehr stark verschiedene Gene austauschen können. Gerade im Hinblick auf Antibiotikaresistenzen, könnte dies Probleme bereiten. Allerdings sehe ich hier im Gegensatz zu Frau Urban bei einer Phagetherapie bei Menschen oder Tieren weniger eine Gefahr, als in der Fleischindustrie. So ist der Einsatz von Phagen auf Fleisch in den USA schon länger genehmigt und in Europa wird momentan darüber diskutiert.

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Am 02.01.2017 kam in der Ärztezeitung ein sehr gut recherchierter Artikel von Peter Leiner über den aktuellen Stand der Phagentherapie und die dazugehörigen klinischen Studien.

Kampf gegen MRSA

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Im Jahre 1917 hat Felix d’Herelle das Wort Bacteriophage, also Bakterienfresser, aus dem Griechischen „baktêria“ und „phagein“, geprägt. Zu diesem Anlass gibt es vom 24. bis 27. April die Feier vom Pasteur Institut mit einem Symposium und einem „Phagentherapietag“ in Paris. Mit dabei sind die weltweit besten Wissenschaftler und natürlich auch das Eliava Institut mit Mzia Kutateladze:

  • Bruce ALBERTS, University of California, San Francisco, Vereinigte Staaten
  • Dennis BAMFORD, University of Helsinki, Finland
  • Roger HENDRIX, University of Pittsburgh, Vereinigte Staaten
  • Rob LAVIGNE, University of Leuven, Belgien
  • Petr LEIMAN, EPFL, Schweiz
  • Debby LINDELL, Technion Biology, Israel
  • Sylvain MOINEAU, Université Laval, Kanada
  • Michel MORANGE, ENS, Frankreich
  • Margarita SALAS FALGUERAS, Universidad Autónoma de Madrid, Spanien
  • Matthew SULLIVAN, The Ohio State University, Vereinigte Staaten
  • Paulo TAVARES, Institut de Biologie Intégrative de la Cellule, Frankreich

 

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arteAm 14. Dezember 2016 kam auf Arte Xenius die Wiederholung vom Film Viren als Helfer vom November 2015.  Der Film zeigt das Übliche, also das Leibnitz Institut mit Frau Dr. Christine Rohde und Dr. Thomas Rose vom Brüsseler Queen Astrid Military Hospital.

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Am 7. Dezember 2016 kam in STAT news ein Bericht von Carl Zimmer über die Heilung einer Infektion von Pseudomonas aeruginosa mit Phagen. Die Heilung erfolgte mit Hilfe des Labors von Prof. Dr. Paul Turner von der Yale Universität und mit Genehmigung der FDA.

A virus, fished out of a lake, may have saved a man’s life — and advanced science

Der Arzt Dr. Khodadoust litt an einer Krankenhausinfektion mit Pseudomonas aeruginosa die sich fast nicht mehr mit Antibiotika behandeln ließ. Die Antibiotikaresistenz kommt oft durch eine Pumpe in der Zellwand der Bakterien, die das Antibiotika wieder aus der Zelle heraus pumpen kann. Die Arbeitsgruppe um Prof. Turner sucht gezielt nach Phagen, die an diese Pumpe binden, um in die Zelle von Pseudomonas aeruginosa einzudringen und diese dann zerstören. Die Immunantwort der Bakterien hierauf ist, dass sie keine Pumpen mehr bilden. Diese Bakterien kann man mit einem Antibiotika abtöten. Der Phage OMKO1 wurde dann gezielt in den Brustraum injiziert und es erfolgte auch die Behandlung mit Antibiotika. Fünf Wochen später konnten keine Pseudomonas aeruginosa mehr nachgewiesen werden. Der Patient gilt als geheilt.

Die Behandlung soll in ferner Zukunft bei Patienten mit Mukoviszidose eingesetzt werden können. Allerdings handelt es sich hier um einen Einzelfall mit einer Sondergenehmigung der FDA. Bevor weitere Menschen behandelt werden dürfen, muss erneut die Heilung auch mit Mäusen nachgewiesen werden. Da sieht man dann wieder wie wichtig Tierversuche sind.

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Am 8. November 2016 in Medizin-Aspekte:
Vor dem Einschläfern gerettet: Phagentherapie unterstützt Nürnberger Nashorn bei der Heilung

Die Behandlung mit Bakteriophagen hat ein Panzernashorn im Tiergarten Nürnberg davor bewahrt, eingeschläfert zu werden. Der 28-jährige Nashornbulle Ropen hatte sich eine schwepanzernashornre Entzündung am Fuß zugezogen, die sich immer weiter ausbreitete. Ein Kontakt zu Dr. Christine Rohde vom Leibniz-Institut DSMZ brachte die Heilung. Auf einer Forschungsreise hatte sie sich in Tiflis privat ein verbreitetes Standard Phagen-Medikament gekauft. Diesen Phagencocktail stellte sie nun dem Tiergarten Nürnberg für die Behandlung von Ropen zur Verfügung.

Der Erfolg war durchschlagend. Bereits nach der ersten Anwendung zeigte sich eine Verbesserung. Zwar waren noch eine zweite und dritte Behandlungsrunde nötig und zwischenzeitlich musste über die DSMZ Phagen-Nachschub aus Georgien bestellt werden, doch die Wissenschaftlerin zeigt sich begeistert: „Unseres Wissens nach ist das die erste Phagenbehandlung eines Wildtiers überhaupt. Und dass der Cocktail so gut anschlägt, übertrifft meine Erwartungen.“

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Da heute immer wieder angeblich hoch aktuelle Berichte auftauchen, denen zufolge Forscher entdeckt hätten, dass Phagen Gene von Bakterien horizontal austauschen können, möchte ich hier auf einen hübschen Artikel dazu in der ZEIT von Theo Löbsack aus dem Jahre 1962 aufmerksam machen:

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Am 17.10.2016 veröffentlichte das Spektrum einen Bericht von Kathrin Burger über Viren im Darm

spektrum

Der Artikel gib einen guten Überblick über Viren im Darm im allgemeinen. Allerdings wird der weiter unten erwähnte PNAS Artikel vom August noch nicht berücksichtigt. Auch wird merkwürdiger Weise den Wissenschaftlern die Schuld daran gegeben, dass nicht genug am Phageome geforscht würde: „Bislang wird die Erforschung jedoch noch durch kognitive Blockaden in den Köpfen der Wissenschaftler behindert“

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Auf dem WDR5 kam am 04.10.2016 eine Radiosendung über die Heilung von Achromobacter mit Phagen. Mit dabei Frau Dr. Christine Rohde von der DSMZ, das Eliava-Institut für Phagenforschung, Dr. Thomas Rose vom  Brüsseler Queen Astrid Military Hospital und viele mehr:

wdr5

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In der Pharmazeutischen Zeitung online erschien in der Ausgabe 35/2016 ein sehr ausführlicher Bericht von Dr. Theodor Dingermann und Dr. Ilse Zündorf über die Phagentherapie.64826c6b6d

Biologische Waffen gegen Bakterien
Neben einem sehr ausführlichen Blick auf die Geschichte der Phagentherapie wird auch rechtliches zur Phagen­therapie in Europa mit Blick auf Polen besprochen:

„Innerhalb der Europäischen Union ist nur in Polen eine Phagentherapie als »Compassionate Use« möglich. Seit 2005 besteht am Ludwik Hirszfeld Institute of Immunology and Experimental Therapy eine Abteilung für Phagentherapie, an der sich Patienten, bei denen eine Antibiotikatherapie versagt hat und die keine andere ­Heilungschance haben, nach der ­Deklaration von Helsinki einem Therapieversuch mit Phagen unterziehen ­können. Derzeit sind Infektionen mit 15 verschiedenen Bakterien behandelbar, darunter Staphylococcus, Enterococcus, Pseudomonas, Escherichia und Acinetobacter. Ein Therapieversuch dauert sechs bis acht Wochen und kostet etwa 650 bis 1400 Euro (www.iitd.pan.wroc.pl/en/OTF).“

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Am 29. August kam in der wissenschaftlichen Zeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) der Fachartikel „Healthy human gut phageome“  über das sogenannte Phageome. Das Phageome sind die Phagen die sich im Mikrobiom eines Menschen befinden und das weitgehend unerforscht ist. In dem Artikel geht es um das Phageome des Magens in gesunden Menschen (healthy gut phageome, HGP) und auch bei kranken Menschen. Es konnte nachgewiesen werden, dass bei Menschen mit Morbus Crohn und mit Colitis ulcerosa das HGP Phageome signifikant kleiner ist.

Wer Englisch kann sei auf die gut verständliche Zusammenfassung bei NPR verwiesen:

pnas

Es wird heute auf Konferenzen bei Virologen spekuliert, dass jeder gesunde Mensch eine große Anzahl verschiedener Phagen „auf Abruf“ im Magen und Darmbereich hat, die sich dann im Falle einer Infektion mit bestimmten Bakterien sofort auf diese stürzen.

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Am 25.08.2016 war von John Holden in „The Irish Times“ der Artikel

Antibiotics crisis: is phage therapy the answer?

Der Bericht geht u.a. um das Sart-up „EpiBiome“ in San-Francisco, das die Phagetherapie in Zusammenarbeit mit den Experten des Ludwik-Hirszfeld-Institute und Professor Andrzej Gorski  in Warschau, etablieren will.

In dem Bericht werden von Professor David C Coleman vom Trinity College Dublin, zum ersten mir bekannten Mal, diskussionswürdige Probleme der Phagentherapie erörtert. So spricht er zum einen Probleme mit den unerforschten Interaktionen von Phagen und Phagen Hybriden an. Zum anderen erwähnt auch er wie  Professor Dr. Martin Witzenrath eine „gute Herstellungspraxis“. So wird für eine Phagentherapie ein individueller Phagencocktail hergestellt mit mindestens drei verschiedenen Phagen. Falls in dem Cocktail aber ein Phagenstamm nun „gute“ Bakterien vernichtet, wäre dies unter Umständen fatal. Das Abtöten von „guten“ Bakterien durch eine unsachgemäße Phagentherapie kann zu nachfolgenden schweren Infektion führen.

Aus diesen Gründen wäre wohl eine ordentlich Phagenforschung und auch das Sequenzierung der einzelnen Phagen, sowie des Phagencocktails, ein durchaus sinnvoller Ansatz. Vor allem anstatt Gelder an sinnlosen Tierversuchen zu verschwenden, was auch heute leider immer noch geschieht und was von dümmlichen und unfähigen „Forschern“ verlangt wird.

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Am 14.08.2016 erschien in der WELT von Pia Heinemann der Artikel

Die Heilung aus der Kloake   2014-08-19 18_40_42

Der Artikel geht u.a um Frau Dr. Christine Rohde von Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) von der Leibniz Gemeinschaft. Frau Heinemann erwähnt auch mutig andere Gründe, warum es bis heute in Deutschland keine Phagenmedizin gibt:

„Es geht nicht nur um Kosten und Bürokratie – sondern auch um tief sitzende politische Ressentiments. Phagen statt Antibiotika, das klingt für viele Ärzte des hiesigen Gesundheitswesens nach Schmuddelmedizin, nach einem esoterischen, unwissenschaftlichen Ansatz, nach einem Kotau des Westens vor dem Osten.“

In dem Artikel wird auch Professor Dr. Martin Witzenrath, Lungenexperte an der Berliner Charité, erwähnt, der mehr Studien und eine gute Herstellungspraxis für Phagen fordert. Aus diesen Gründen will er eine neue klinische Studie ins Leben rufen. Eine, deren Design noch besser ist als das von Phagoburn.

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Am 21.07.2016 erschien im Online Journal der Leibniz Gemeinschaft ein hervorragender Artikel von Miriam Ruhenstroth:

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Darin auch ein Interview mit Dr. Christine Rohde warum es in Deutschland noch immer keine offizielle Phagentherapie gibt, obwohl alles bereit sei: „„Wir haben das Wissen, es gibt genug gute Wissenschaftler, die Ärzte wollen es, die Patienten wollen es – also wo ist das Problem?“

Die vergessenen Heerscharen

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Das als großartig angekündigte Projekt Phagoburn, das seit 2015 von der EU als klinische Phase finanziert wurde, ist wohl an den Zulassungsbehörden gescheitert. Mehr dazu in „Die Presse“ von Jürgen Langenbach am 28.06.2016:

Antibiotika-Alternative: Hoffnung auf Phagentherapie gedämpft

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Am 14.06.2016 sendete der NDR in der Sendung Visite eine Wiederholung des Berichts vom 10.12.2013 . Aus diesem Grund ist der Link wieder bis zum 14.06.2017 verfügbar. Allerdings sind die gezeigten Informationen deshalb etwas veraltet.

NDR

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Seit Juni 2016 wirbt Staphefekt mit einem Produkt das Endolysin enthält und das gezielt nur Staphylococcus aureus lysieren soll. Die Cremes werden unter dem Namen Gladskin in Europa vertrieben. Auch wird ein Gel namens Staphefekt™ XDR.300 verkauft das sich zur gezielten Behandlung einer Staphylococcus aureus Besiedlung eigenen soll.

Dazu gab es im wallstreet-online 2014 einen Artikel: Niederländisches Biotech-Unternehmen Micreos bringt erstes bakterientötendes Enzym zur Behandlung von MRSA am Menschen auf den Markt.

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Am 30.05.2016 war erneut ein Bericht über die Professor Dr. Hansjörg Lehnherr und die PTC Phage Technology Center GmbH in der wa.de:

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Die PTC Phage Technology Center GmbH, seit 2008 im Kompetenzzentrum Bio-Security ansässig, beschäftigt sich vor allem mit der Forschung, Herstellung und Vertrieb von Bakteriophagen.

 

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tiflis

In der Mediathek vom ARD gibt es den Film von Herrn Beckmann bis zum 24.05.2017 zum anschauen.  Auch  Dr. Christine Rohde  vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und Dr. Thomas Rose vom  Brüsseler Queen Astrid Military Hospital sind dabei. Im Film wird kritisch hinterfragt, warum in Europa eine Phagentherapie nicht erlaubt ist und es wird eine Reise nach Tiflis mit einer Patientin gemacht.

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dk—————————————————————-

Am 26.05.2016 kam im Deutschlandradio Kultur von Maren Schibilsky:

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PhageAm 21.05.2016 berichtete Susanne Schaeffer in Bild am Sonntag über Phagen, um die neue Dokumentation über Tiflis mit dem Titel „Tödliche Krankenhauskeime – Neue Gefahren, neue Hoffnungen“ vorzustellen, die am Dienstag auf der ARD ausgestrahlt wird.

Über den Film berichtet auch der Focus am 25.05.2016               focus

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Am 19.05.2016 erschien von Till Opitz als Moderator und Martin Winkelheide als Gesprächspartner im Deutschlandfunk ein interessanter Bericht mit dem Titel

Zell-Piraten zerstören Bakterien

Deutschlandfun

Auf der Seite ist auch ein sehenswerter Film von Matt Cirigliano mit verlinkt.

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Am 26.04.2016 erschien ein kleiner Fallbericht im Blog von Frau Ährenwort über die Hilfe von Dr. Nodar Danelia und die D&D Pharma:

Der Feind in meinem Kopf

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Die Phagen-Therapie Seite aus der Schweiz ist seit April 2016 online. Die Seite bietet für Hilfesuchende einen Ansprechpartner.

eliavaliteratur

 

Die Phagentherapie wird auch für Laien genau erklärt und es gibt Fallgeschichten über eine Reise nach Tiflis.

 

 

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Am 11. April 2016 kam ein sehr ausführlicher Bericht auf „Puls“ vom SRF:

Phagen: Ausweg aus der Antibiotika-Krise? Adamia

Das Fernsehen begleitet Beat Koller auf seinem Weg nach Tiflis an das Eliava-Institut für Phagenforschung zur Therapie. Leider glänzen die Experten in dem Beitrag nicht gerade vor Sachkenntnis, deshalb kann man während der Diskussionen getrost weghören. Ansonsten ist der Bericht aber vom SRF sehr gut gemacht.

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Es gibt es hierzu noch keine Artikel in deutscher Sprache, aber für alle die Englisch können, ist der Bericht von Jon Palfreman vom 23.03.2016 absolut empfehlenswert:

The Virus That Could Cure Alzheimer’s, Parkinson’s, and More

Alzheimer

Es wird berichtet, wie der E.coli Phage M13 in naher Zukunft helfen könnte Alzheimer und auch Parkinson zu heilen. So soll das GP3 Protein von M13 an toxischen Amyloid Aggregaten binden. Die Firma NeuroPhage, die die Grundlagenforschung hierzu geleistet hat, hat anhand des Phagen M13 nun ein Arzneimittel entwickelt und ist momentan dabei das Regulierungssystem der FDA zu durchlaufen. Bisher hat sich das Arzneimittel „NPT088“ als sicher erwiesen. Dieses Jahr soll die Phase 1A, also eine klinische Studie an gesunden Personen, starten. Bei positiven Ergebnissen kann in den nächsten Jahren mit der Phase 2 (Test an erkrankten Menschen) begonnen werden.

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Am 01.04.2016 erschien in der Neuen Zürcher Zeitung ein Artikel von Ulrike Gebhardt mit dem Titel
Viren als intelligentes Arzneimittel

April2016

Der Artikel ist deutlich besser recherchiert als ihr Artikel 2013 im Spektrum und beinhaltet alle aktuellen Projekte. So wird Phagoburn besprochen, das Ludwik-Hirszfeld-Institut in Polen, das Eliava-Institut für Phagenforschung in Tiflis, das Leibniz-Institut (DSMZ), die aktuelle Forschung an der ETH und auch am MIT in Boston. Auch die Problematik einer Phagentherapie und die Probleme mit Genehmigungen innerhalb der EU werden angesprochen.

Für alle die sich einen guten Überblick schaffen wollen, absolut lesenswert!

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Am 18.03.2016 erschien im Tagesanzeiger von Andrea Hoferichter der Artikel:
tagesanzeiger

Aufs Töten von Bakterien programmiert 

 

In dem Artikel wird das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) erwähnt mit Dr. Christiane Rohde, aber auch Phagoburn und das „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ ­(NIAID).  Es wird auch erläutert, warum eine Phagentherapie nach Europäischem Recht nicht möglich ist. Des weiteren werden die unsinnigen Versuche erwähnt, dem Europäischen Recht Genüge zu tun, indem man blödsinnige Tierversuche betreibt.

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Am 05.03.2016 erschien in „Die Presse“ von Von Jürgen Langenbach ein sehr gut recherchierter Artikel über Eliava und d’Hérelle von den Anfängen der Phagentherapie in Georgien:

diepresse

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Am 23. Februar 2016 auf 3sat bei nano ab Minute 7:17

Die Bakterienfressernano

Sehr guter kritischer Bericht mit Dr. Christine Rohde  vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und Dr. Thomas Rose vom  Brüsseler Queen Astrid Military Hospital. Auch die Lysando AG mit Dr. Kristin Hasselt ist dabei mit wirklich wunderschönen, einmaligen Aufnahmen vom Elektronenmikroskop. Es wird auch das Phage Therapy Center in Tiflis erwähnt. Unbedingt sehenswerter Beitrag!

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The Scientist brachte am 1. Januar 2016 einen hervorragenden Bericht von Jyoti Madhusoodanan

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Phage therapy to combat bacterial infections is garnering attention for the second time in 100 years, but solid clinical support for its widespread use is still lacking.

Mzia Kutateladze, die Direktorin des Eliava Institute of Bacteriophages, Microbiology and Virology sagt, sie erhält eine wachsende Zahl von Anfragen für die Behandlung, einschließlich von Patienten aus den USA und Westeuropa. „Sie schicken uns klinisches Material, entweder Kulturen oder Tupfer“ sagt sie. „Wir testen zuerst unsere kommerziellen Produkte. Wenn sie nicht funktionieren, identifizieren wir Phagen aus der Bibliothek und passen sie an bevor der Phagencocktail an den Patienten eingesetzt wird.“ Die Patienten können dann zur Behandlung in die Klinik reisen oder das Eliava Institut verschickt die Phagen auch, dann obliegt aber die Behandlung damit dem Patienten selbst.

Die Behandlung von Infektionen des Gastrointestinaltraktes, ist eine der erfolgreichsten Anwendung der Phagentherapie. The Scientist hat hierzu eine wunderschöne Seite gestaltet. Die PDF gibt es hier Clearing Gut Infections und im web kann man es hier anschauen Clearing Gut Infections.

Am Ende des Artikels ist eine Liste mit einer Auswahl von Unternehmen aus den USA und Europa, die über die Phagentherarpie forschen und auch schon klinische Studien machen. Unter den europäischen Firmen ist vor allem Micreos in den Niederlanden und TechnoPhage in Portugal zu erwähnen.

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Die D&D Pharma Pte Ltd. hat sich in Deutschland auf die Behandlung mit Phagen spezialisiert. Auf ihrem Internetauftritt kann man sich auch gut informieren. Leider nur auf Englisch:

http://bakteriophag.com

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Das Jounal Nature hat am 3. Dezember 2015 einen kurzen Artikel von Forest Rohwer und Anca M. Segall 100 Jahre nach Erscheinen des Artikels AN INVESTIGATION ON THE NATURE OF ULTRA-MICROSCOPIC VIRUSES von Frederick William Twort im Lancet gebracht.

In retrospect: A century of phage lessons

Nature

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Am 19.11.2015 auf Xenius von Arte

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Am 11.10.2015 und am 04.11.2015  liefen auf der ARD in der Sendungen „W wie Wissen“ und „alles wissen“

Phagen – hilfreiche Viren im Kampf gegen bakterielle Infektionen

Phagen – hilfreiche Viren

Rose Thomas

In der Folge wird zum ersten Mal im deutschen Fernsehen auf das europäische Projekt Phagoburn eingegangen. So wird die Gruppe um Dr. Thomas Rose vom  Brüsseler Queen Astrid Military Hospital erwähnt. Dort wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere scheinbar hoffnungslose Fälle mit Phagen therapiert.

Untitled

Auch Dr. Christine Rohde kommt zu Wort „Ich glaube ganz bestimmt, dass wir, in die Zukunft geblickt, Phagen-Therapie in der EU etabliert haben werden. Aber es wird noch einige Jahre brauchen.“

Der Film ist in der ARD Mediathek bis 05.11.2016 verfügbar.

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GilesAm 20. Oktober 2015 erschien in „Wissenschaft aktuell“ die deutsche Zusammenfassung eines Fachartikels
aus dem Journal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) von Joachim Czichos. Die Gruppe um Jeremy Barr von der San Diego State University konnte zeigen, dass Phagen ihre Erfolgsquote bei der Jagd nach Bakterien erhöhen, indem sie sich immer wieder kurzzeitig an Proteine des Schleims anheften. Diese Jagdtechnik könnte durch gentechnische Veränderungen noch optimiert werden, um beispielsweise Schleimhautinfektionen bei Mukoviszidose mit einer Phagentherapie besser behandeln zu können

Wie Phagen jagen

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In der Ärztezeitung erschien am 09.10.2015 ein Artikel von Peter Leiner über die klinischen Studien der Phase-I/II-  von Phagoburn.

 Mit Viren Antibiotika-resistente Bakterien bekämpfen

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Am 30.09.2015 erschien im Deutschlandfunk von Joachim Budde ein Bericht über das Institut für medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Aachen. Dort forscht Professor Hans-Peter Horz nach Phagen gegen Bakterien der ESKAPE-Gruppe.

Suche nach den vergessenen Viren

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t40001Wer englische Fachveröffentlichungen lesen kann, sei an Professor Stephen T. Abedon von der Ohio State Universitiy verwiesen: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed. Er veröffentlicht fast ausschließlich in frei zugänglichen Zeitschriften.

Unter vielen anderen gibt es auch eine Seite mit einer Linkliste zu Firmen, die Therapien mit Phagen anbieten, oder sich damit beschäftigen: http://companies.phage.org

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PhageSeit September 2015 gibt es die Seite Phage-Tours im Netz. Hier werden Reisen nach Tiflis an das Eliava Institut zur Phagentherapie angeboten. Dazu gehört eine deutschsprachige  „private Informationswebsite über Phagen und Phagentherapie“.  Die Seite Eliava-Phagentherapie soll „in Kürze“ mit Informationen gefüllt werden.

  • diese Seite ist seit 2016 wieder abgemeldet!

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RTL info

Im belgischen Fernsehen wurde am 1.9.2015 über das „Hôpital militaire de Neder-Over-Heembeek“ berichtet. Dort wird im Rahmen des europäischen Projekts Phagoburn geforscht. Das Video vom belgischen RTL ist auf französisch:

Etude sur les bactériophages à l’hôpital militaire de Neder-Over-Heembeek

PIRNAY

 

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Im amerikanischen online Journal „Prevention“ erschien im Januar 2015 ein sehr spannender Artikel über Laura Roberts, die nach 7 Jahren Krankheit und mit 3 verschiedenen MRSA Stämmen nach Tiblis gereist ist, nachdem ihre Ärzte sie aufgegeben hatten. Der Artikel beleuchtet auch, warum eine Phagentherapie in den USA nicht möglich ist. Die Gründe hierfür lassen sich sehr gut auch auf Europa übertragen. Es wird sehr pessimistisch erwähnt, dass die Menschen leiden und sterben müssen, weil sich eine Phagentherapie nicht in die Arzneimittelgesetze einfügen lässt. Leider funktioniert das System relativ unabhängig vom Heilungserfolg. Den lesenswerten Artikel gibt es auf Englisch hier:

A Cure Exists For Antibiotic-Resistant Infections.
So Why Are Thousands Of Americans Still Dying?
Deadly antibiotic-resistant infections have American doctors trembling. Thanks to a therapy long forgotten here, one country in Eastern Europe is having no such crisis. So why isn’t the US on board?
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Am 29.05.2015 und am 08.06.2015 erschienen auf biotechnologie.de Berichte über Biotech-Firmen wie Lysando, die neue Studiendaten zu Artilysinen vorgestellt haben.

MRSA: Mit Killerenzym gegen Krankenhauskeime 

Lysando: Phagen-Waffe gegen Problemkeime

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Am 29.05.2015 erschien im Tagesspiegel ein kleiner Bericht von Sascha Karberg in dem auch das Phagoburn der Europäische Kommission erwähnt wird:

Die Bakterienfresser
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Das Europäische Projekt Phagoburn beginnt im Sommer 2015 mit den ersten klinischen Studien für den Einsatz von Bakteriophagen gegen Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa bei Patienten mit Verbrennungen an der Haut. Die Projektpartner sind in Frankreich, Belgien und das Unispital Lausanne.

Über die Schweizer Studien ist am 22.05.2015 in „20 Minuten“ ein Bericht von Claudia Hoffmann erschienen:

Viren sollen künftig Antibiotika ersetzen

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Beitrag am 06.05.2015 von Axel Wagner auf Odysso (SWR Fernsehen)

odysso

 

 

 

 

 

 

 

Mit dabei Dr. Christine Rohde vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und ganz kurz Prof. Dr. Burkhard Wippermann. Allerdings distanziert sich das Klinikum Hildesheim leider von einem seiner besten Ärzte und will aus finanziellen Erwägungen nicht mit der Phagentherapie in Verbindung gebracht werden.

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In der Ausgabe vom März 2015 erschien im Zahnärzteblatt  ein kurzer Absatz über Bakteriophagen im Kariesmanagement von Dr. Diana Wolff und Dr. Björn Wolff:

Kariesmanagement von morgen

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Am 13. Februar 2015 erschien ein ausführlicher und sehr genau recherchierter Artikel von Dr. Carmen Ranftler im medicalscience, Österreich. Für alle die sich genauer auf Deutsch informieren wollen absolut empfehlenswert:medicalscience

Bakteriophagen – Forschung und Therapie: Die ersten 100 Jahre

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Für alle die sich genauer über Biofilme informieren wollen, gab es im Januar 2015 einen hervorragenden Artikel von Heidi Schooltink in der Pharmazeutischen Zeitung. In dem Artikel bespricht Frau Dr. Schooltink nicht nur ausführlich die unterschiedlichen Bakterien und deren Interaktionen, sie geht auch als Erste in einer deutschsprachigen Zeitschrift auf die Grenzen der Phagentherapie ein.

Gemeinsam zur Attacke

phage world conference—————————————————————-

Zum 100 jährigen Jubiläum der Entdeckung von Twort und d’Herelle gab es vom 7. – 11. Januar 2015 in San Diego eine Konferenz. Die Phage World Conference:

http://www.2015phage.org/

Die Wissenschaftler haben im Rahmen der Phage Conference ein wunderbares Buch online zur Verfügung gestellt. Es kann hier runter geladen werden:

Sampler (3 Mb)
Download low resolution file (75 Mb)
Download high-resolution file (323 Mb)

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Am 04.12.2014 ein sehr schöner Artikel von Klaus Fleck im GESUND-Magazin auch über Dr. Mzia Kutateladze und das Eliava-Institut in Tiflis:

Phagen – Hoffnung, wenn Antibiotika nicht helfen

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Meldung im wallstreet online am 06.11.2014: Das niederländische Biotech-Unternehmen Micreos bringt ein bakterientötendes Enzym „Endolysn“ zur Behandlung von MRSA am Menschen auf den Markt. Das Enzym Endolysin stammt von Phagen.

Neue Möglichkeiten im Kampf gegen bakterielle Infektionen

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Ein sehr guter Artikel in FAZ Wissen am 22.06.2014 von Hildegard Kaulen:

Gezielte Hilfe statt Großangriff

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In der Berliner Zeitung vom 07.04.14 von Sabine Sütterlin ein sehr guter Bericht: Hoffnung, wenn Antibiotika nicht mehr helfen

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Im Februar 2014 hat das DZIF eine sehr gute Erläuterung von Martina Brünnige veröffentlicht.

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In PloS One wurde am 27. Januar 2014 berichtet, dass Phagen aus Zebras die gegen Antrax (Milzbrand) wirken, isoliert wurden: Novel Giant Siphovirus from Bacillus anthracis Features Unusual Genome Characteristics

Einen sehr guten deutschen Bericht dazu gibt es auf „20 Minuten“:

Tote Zebras liefern Mittel gegen Anthrax

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Am 25.11.2013 kam auf Planetopia ein Bericht zu Phagen. Dabei ein Interview mit Professor Andrzej Gorski und auch Frau Dr. Christine Rohde vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Braunschweig. Hier ist der Film dazu:

Gorski

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Bericht am 10.12.2013 auf dem NDR mit Prof. Dr. Burkhard Wippermann von Ulrike Heimes. Am 14.06.2016 sendete der NDR in der Sendung Visite eine Wiederholung. Aus diesem Grund ist der Link wieder bis zum 14.06.2017 verfügbar:

NDR

 

 

 

 

 

Interviewpartner im NDR Beitrag:

Prof. Dr. Burkhard Wippermann
Chefarzt der Klinik für Unfall- und orthopädische Chirurgie, Endoprothetikzentrum 
Klinikum Hildesheim
Senator-Braun-Allee 33
31135 Hildesheim
Tel. (05121) 894 22 02
Fax (05121) 894 22 05
E-Mail: u-chire-mail trennerklinikum-hildesheim.de oder b.wippermane-mail trennerklinikum-hildesheime-mail trennerde

Dr. Christine Rohde
Mikrobiologin
Dr. Johannes Wittmann
Mikrobiologe
Leibniz Institut DSMZ, Deutsche Sammlung von
Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Inhoffenstraße 7b
38124 Braunschweig
Tel. (0531) 26 13 00
E-Mail: pressee-mail trennerdsmz.de

Dr. med. Jens Krannich
Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin, Chirotherapie,
Osteologe DVO
Ambulantes osteologisches Schwerpunktzentrum DVO
Reinhardsbrunner Straße 17
99894 Friedrichroda

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/infektion_immunsystem/phagen101.html

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Wer eine Phagentherapie machen will dem sei zu einer Reise nach Georgien geraten. Allerdings muss man alle Kosten selber tragen und es gibt auch keine Garantie auf Heilung:

Phage Therapie Center, Tbilisi

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Eine Liste mit Sequenzen aller bis heute sequenzierten Phagen vom EMBL

http://www.ebi.ac.uk/genomes/phage.html

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Die PTC Phage Technology Center GmbH, seit 2008 im Kompetenzzentrum Bio-Security ansässig, beschäftigt sich vor allem mit der Forschung, Herstellung und Vertrieb von Bakteriophagen.

Mehr über Dr. Hansjörg Lehnherr in der WA am 05.10.2011

Bakteriophagen im Einsatz gegen die Keime

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Der Arzt Nodar Danelia benutzt Viren, um Wunden von gefährlichen Keimen zu heilen. Bericht von Thomas Häusler in der ZEIT vom 4. September 2003

Meister der Bakterienfresser

Dr. Nodar Danelia:   info e-mail trennerbakteriophag.com

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Ebenfalls von Thomas Häusler ist das Buch

Gesund durch Viren,

das 2003 im Piper Verlag erschien.

Hauser

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Einen sehr guten deutschen Artikel gibts von Dr. Christine Rohde und Dr. Johannes Sikorski vom Leibniz-Institut in Braunschweig hier und hier die Hauptseite dazu.  Dr. Christine Rohde kommt auch in einigen Filmen oben vor.

Ebenfalls vom DSMZ die Seite Bakteriophagen und Phagentherapie: Fragen und Antworten im Überblick

Auf der Seite des DSMZ sind auch einige Kontakte in Europa gelistet:

Kontakte in Europa

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Hier gibts einen sehr guten Film von ARTE: Lebensretter Ostblockviren

arte

 

Falls der youtube link nicht mehr funktioniert, gibt es die arte Reportage auch noch auf Doku cc:

http://doku.cc/lebensretter-ostblockviren-weg-antibiotikakrise-phagen.html

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Ein ziemlich liebloser und schlecht recherchierter Artikel im Spektrum der Wissenschaft vom November 2013 „Neue Mittel gegen resistente Keime“ von Ulrike Gebhardt: http://www.spektrum.de/alias/antibiotikaresistenzen/neue-mittel-gegen-resistente-keime/1215095

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Eine sehr gute Seite auf Französisch mit Filmen über Tiflis gibts hier:  http://www.les-phages.com

http://www.youtube.com/watch?v=2sXtQ8uh1zo

http://www.youtube.com/watch?v=CePYPyAiOIw

http://www.youtube.com/watch?v=2wN3dg1jv_k

http://www.youtube.com/watch?v=n25x-MvrMeU

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Europäische Phagen Seite: http://www.p-h-a-g-e.org

Im Februar 2014 wurden bei p-h-a-g-e die Veranstaltungshinweise bis 2015 aktualisiert

http://www.p-h-a-g-e.org/events.html

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3 thoughts on “Phagenlinks

  1. Jos neerincx

    Guten Tag

    Die E mail Adresse vn Dr Thomas Rose wird gesucht

    Dr. Thomas Rose – Präsident der Non Profit Organisation P.H.A.G.E. (Brüssel)

    Gerne Ihre Hilfe

    Gruss

    Jos Neerincx

    Reply

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